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June 3, 2026

Neuer Hinge-Report zeigt: LGBTQIA+ Datende legen mehr Wert auf Klarheit als auf Unverbindlichkeit

Hinge 2026 LGBTQIA+ D.A.T.E. Report Cover


3 wichtige Erkenntnisse aus dem LGBTQIA+ D.A.T.E. Report 2026 von Hinge

  1. LGBTQIA+ Datende ersetzen widersprüchliche Signale durch Klarheit. In einer zunehmend unsicheren Welt haben LGBTQIA+ Datende immer weniger Interesse an Unverbindlichkeit und wünschen sich stattdessen emotionale Sicherheit, Verlässlichkeit und Klarheit darüber, woran sie sind. 74 Prozent der LGBTQIA+ Datenden weltweit geben an, dass Unsicherheit in der Welt ihnen dabei hilft zu verstehen, welche Erwartungen sie an eine Beziehung haben.
  2. Taten zählen beim Dating mehr als Worte oder feste Zeitpläne. Statt Beziehungen möglichst schnell auf die nächste Stufe zu bringen oder Meilensteine nach einem festen Zeitplan abzuarbeiten, veranlasst die aktuelle Weltlage LGBTQIA+ Datende dazu, das Tempo rauszunehmen und genauer darauf zu achten, wie sich jemand im Laufe der Zeit tatsächlich verhält. 52 Prozent der LGBTQIA+ Datenden geben an, dass eine unsichere Weltlage dazu führt, dass sie es beim Dating langsamer angehen lassen – im Vergleich zu 44 Prozent der heterosexuellen Datenden. 
  3. Kleine Gesten bekommen eine größere emotionale Bedeutung. LGBTQIA+ Datende sagen 31 Prozent häufiger als heterosexuelle Datende, dass die Unsicherheit in der Welt ihr Bedürfnis nach Bestätigung beim Dating verstärkt. Von öffentlichen Zuneigungsbekundungen bis zu dem, was Hinge „Private Darstellung von Beständigkeit“ nennt, finden LGBTQIA+ Datende Intimität in kleinen, wiederkehrenden Handlungen, aus denen Vertrauen entsteht.

In einer zunehmend unsicheren Welt, werden sich LGBTQIA+ Datende immer klarer darüber, welche Erwartungen sie an eine Beziehung haben.

Der vierte jährliche LGBTQIA+ D.A.T.E. Report (Daten, Austausch, Trends und Expertise) von Hinge mit dem Titel „Klarheit stärkt die Verbindung“ zeigt: LGBTQIA+ Datende haben immer weniger Interesse an Unverbindlichkeit und legen stattdessen mehr Wert auf Beständigkeit. Für den Report wurden Erkenntnisse von mehr als 31.000 LGBTQIA+ und heterosexuellen Hinge-Datenden weltweit ausgewertet – ergänzt durch Einschätzungen von Moe Ari Brown (er/they), Love and Connection Expert, Logan Ury (sie/ihr), Director of Relationship Science und Anouk Algermissen (sie/ihr), German Dating and Relationship Advisor bei Hinge. Der Report zeigt, wie LGBTQIA+ Datende das Tempo rausnehmen und genauer darauf achten, wer im Laufe der Zeit beständig präsent ist.

Das haben uns Datende in unserem neuen D.A.T.E. Report erzählt:

Für queere Datende ist Beständigkeit derzeit romantischer als der erste Funke

Laut dem Report wird immer wichtiger, was Hinge als „Private Darstellung von Beständigkeit” bezeichnet: wiederkehrende Handlungen abseits der Öffentlichkeit, aus denen Vertrauen entsteht.

Eine kurze Frage zwischendurch, wie der Tag des anderen läuft. Das Detail aus einem Gespräch vor drei Wochen, an das sich erinnert wird. Eine Idee, die zu einem konkreten Plan wird, anstatt verworfen zu werden. Was früher eher als langweilig galt, wird für LGBTQIA+ Datende heute zunehmend zu einem der deutlichsten Zeichen emotionaler Verbindung.

  • 76 % der LGBTQIA+ Datenden empfinden große oder sehr große Unsicherheit in Bezug auf die Weltlage, sagen jedoch 23 % eher als heterosexuelle Datende, dass genau diese Unsicherheit ihnen deutlich klarer macht, wonach sie in einer Beziehung suchen.
  • LGBTQIA+ Datenden geben außerdem 32 % häufiger an, ein hohes Maß an Unsicherheit zu empfinden als heterosexuelle Datenden. 
  • 86 % der LGBTQIA+ Datenden sagen, dass verlässliche Kommunikation von jemandem, den sie daten, ihre Unsicherheit verringert.

Wenn sich die Welt ohnehin schon chaotisch anfühlt, wollen LGBTQIA+ Datende nicht noch mehr Unsicherheit in ihrem Liebesleben. Sie achten darauf, wer zuverlässig ist, wer sich regelmäßig meldet und wer emotionale Sicherheit statt Verwirrung vermittelt.

„Manchmal macht mir die aktuelle Weltlage Sorgen. Das wirkt sich auch auf mein Liebesleben aus. Ich gehe dadurch bewusster und gezielter vor, wenn ich eine Person kennenlerne. Ich suche aktiv nach jemandem, der meine Werte teilt und ebenso reflektiert ist. Auf diese Weise kann ich eine bewusste Verbindung aufbauen.“

Josephine Bücheler, @josephinebuecheler, sie/ihr, 24

LGBTQIA+ Datende bestimmen ihr eigenes Tempo und lassen Taten statt Worte sprechen

Für viele LGBTQIA+ Datende verändert die Unsicherheit in der Welt das Tempo ihrer Beziehungen. Sie lassen sich mehr Zeit und machen Kompatibilität daran fest, wie sich jemand im Laufe der Zeit verhält. Für sie zählen Taten mehr als Worte oder feste Zeitpläne.

  • 76 % der LGBTQIA+ Datenden legen mehr Wert darauf, langsam eine Verbindung zu jemandem aufzubauen als einem bestimmten Zeitplan zu folgen – im Vergleich zu 64 % der heterosexuellen Datenden.
  • 52 % der LGBTQIA+ Datenden geben an, dass Unsicherheit in der Welt dazu führt, dass sie es beim Dating langsamer angehen lassen – im Vergleich zu 44 % der heterosexuellen Datenden.
  • Deutsche LGBTQIA+ Datende geben an, dass sie, bevor sie mit jemandem über eine gemeinsame Zukunft sprechen, zunächst die Wertvorstellungen kennen wollen (91 %), wissen möchten, ob sie sich mit der Person wohlfühlen (91 %), und die Dating-Absichten kennen wollen (83 %) – das ist sogar noch wichtiger als die Lebensziele (61 %), die Familienverhältnisse (31 %), und die finanzielle Situation (24 %).

„Für LGBTQIA+ Datende, bei denen Sicherheit und Sichtbarkeit jede Phase des Datings beeinflussen, ist das besonders wichtig. Worte können vieles versprechen, aber Verhalten über längere Zeit und dein eigenes Gefühl in der Beziehung zeigen, was wirklich dahintersteckt. Das Tempo rauszunehmen hilft dir, das zu erkennen”, rät Moe Ari Brown, Love and Connection Expert bei Hinge.

„Frag dich nicht nur: ‚Gefällt mir, was die Person sagt?‘, sondern eher: ‚Fühle ich mich durch die Art, wie diese Person handelt, sicherer oder eher verunsichert?‘ Dein Nervensystem spürt Verlässlichkeit oder Unbeständigkeit oft schon, bevor dein Kopf es bewusst verarbeitet”, sagt Moe Ari.

Stat

Die entscheidende Frage für LGBTQIA+ Datende: ‚Bin ich stolz darauf, die Person meinen Freund*innen vorzustellen?'

Ab einem bestimmten Punkt geht es beim Dating nicht mehr darum, wie sich jemand bei einem Date verhält, sondern darum, wie die Person sich ins eigene Leben fügt.

Für viele LGBTQIA+ Datende sind Freund*innen Wahlfamilie: die Menschen, die einen am besten kennen, einen schützen und die ehrlichste Version von einem selbst sehen. Deshalb kann es sich nach einem viel größeren Schritt anfühlen, jemanden in den eigenen Freundeskreis einzuführen, als die Beziehung offiziell zu machen.

  • LGBTQIA+ Datende stimmen 33 % eher als heterosexuelle Datende zu, dass es ihnen wichtig ist, dass ihre Freund*innen die Person mögen, die sie daten.
  • LGBTQIA+ Datende geben 20 % häufiger an, dass sie jemanden ihren Freund*innen vorstellen, weil sie sehen wollten, ob die Person in ihren Freundeskreis passt.
  • LGBTQIA+ Datende geben 18 % häufiger an, dass sie jemanden ihren Freund*innen vorstellen, damit die andere Person sie besser verstehen kann.

„Grundsätzlich ist es mir auf jeden Fall wichtig, dass mein Partner / mein Date gut mit meinen Freund*innen auskommt. Nach ein paar Dates und gegenseitigem Beschnuppern, kann man da schon mal die*den erste*n Freund*in vorstellen. Oft hilft ein solches Kennenlernen auch, nochmal neue Sichtweisen auf das Dating mit der jeweiligen Person zu kriegen, da man selbst ja öfter mal eine rosarote Brille trägt.” – Aria Addams, @aria_addams, er/ihm, 28

LGBTQIA+ Dating in 2026

2026 entsteht Anziehung vor allem durch Klarheit. Die alte Dating-Weisheit, die davor warnt, „zu verfügbar" zu wirken, verliert an Bedeutung. Stattdessen werden für viele LGBTQIA+ Datende emotionale Offenheit und Beständigkeit zu den eigentlichen Signalen aufrichtigen Interesses.

In einer Zeit, in der sich vieles unsicher anfühlt, wird Klarheit wichtiger denn je.

Hinge Couple


Eine weniger einsame Welt aufbauen

Die D.A.T.E. Reports von Hinge sind Teil der Mission der App, eine weniger einsame Welt zu schaffen, indem echte, persönliche Verbindungen gefördert werden. Die Reports werden von Hinge Labs, einem internen Forschungsteam aus promovierten Wissenschaftler*innen und Verhaltensforscher*innen erstellt. Ihr Ziel ist es, reale Dating-Erfahrungen in konkrete Erkenntnisse zu übersetzen, die Menschen dabei helfen, bedeutungsvolle Beziehungen aufzubauen.

Was dich noch im LGBTQIA+ D.A.T.E. Report 2026 von Hinge erwartet

  • Warum LGBTQIA+ Datende neu definieren, was „sich binden“ wirklich bedeutet
  • Welche Formen öffentlicher Zuneigung queeren Datenden am meisten Sicherheit geben
  • Was LGBTQIA+ Datenden dabei hilft, sich in der Kennenlernphase emotional begehrt zu fühlen

Methodik:

Die D.A.T.E. Reports von Hinge werden von Hinge Labs entwickelt – einem internen Forschungsteam aus promovierten Wissenschaftler*innen und Verhaltensforscher*innen. Ihr Ziel: wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Menschen heute daten. Im Januar 2026 befragte das Team mehr als 31.000 Personen weltweit, sowohl aus der LGBTQIA+ Community als auch heterosexuelle Datende. Mithilfe quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden untersucht Hinge Labs, was zu erfolgreichen Beziehungen führt – und nutzt diese Erkenntnisse, um die Dating-App kontinuierlich weiterzuentwickeln.